Die Urne für die Baumbestattung
Im Bestattungswald ist die Urne das einzige Objekt, das mit in den Boden kommt. Was sie darf und was nicht, regelt jeder Waldbetreiber selbst.
Im Bestattungswald sind ausschließlich biologisch abbaubare Urnen zugelassen. Erlaubt sind je nach Waldbetreiber Urnen aus Maisstärke, Zellulose, Naturton, unbehandeltem Holz oder gepresstem Pflanzenmaterial.
Eine einfache Bio-Urne ist bei uns im Leistungspaket enthalten und kostet nichts extra. Ton kostet 310 Euro, Holz 520 Euro, eine Urne der Premiumserie 645 Euro. Metall, Keramik mit Glasur und lackierte Schmuckurnen sind im Wald nicht zulässig.
Welche Materialien zugelassen sind
| Material | Zersetzt sich in etwa | Preis | Im Wald |
|---|---|---|---|
| Maisstärke oder Zellulose | ein bis drei Jahre | im Paket enthalten | zulässig |
| Gepresstes Pflanzenmaterial | zwei bis vier Jahre | im Paket enthalten | zulässig |
| Naturton, ungebrannt oder gering gebrannt | drei bis zehn Jahre | 310 € | zulässig |
| Unbehandeltes Holz, meist Erle | fünf bis fünfzehn Jahre | 520 € | zulässig |
| Premiumserie, biologisch abbaubar | je nach Material | 645 € | zulässig |
| Keramik mit Glasur | zersetzt sich nicht | entfällt | nicht zulässig |
| Metall, Messing, Edelstahl | zersetzt sich nicht | entfällt | nicht zulässig |
| Lackiertes oder behandeltes Holz | Rückstände bleiben | entfällt | nicht zulässig |
Die genauen Vorgaben legt jeder Waldbetreiber in seiner Satzung fest. Manche schreiben zusätzlich eine Höchstgröße vor. Wir prüfen das für den Wald Ihrer Wahl, bevor eine Urne bestellt wird.
Die Aschekapsel: der Punkt, den kaum jemand kennt
Nach der Einäscherung kommt die Asche zunächst in eine Aschekapsel. Das ist ein einfacher, verschlossener Behälter aus Metall oder Kunststoff mit einem eingeprägten Kennzeichen des Krematoriums. Er dient der eindeutigen Zuordnung und ist gesetzlich vorgeschrieben.
Für eine Beisetzung im Bestattungswald wird die Asche aus dieser Kapsel in die biologisch abbaubare Urne umgefüllt oder die Kapsel selbst besteht bereits aus einem abbaubaren Material. Das übernimmt der Bestatter oder das Krematorium, Angehörige haben damit nichts zu tun.
Wenn jemand Ihnen eine „ökologische Baumbestattung“ mit einer schön lackierten Schmuckurne verkaufen will, stimmt etwas nicht. Diese Urnen sind im Wald nicht zugelassen. Fragen Sie im Zweifel nach der Satzung des konkreten Waldbetreibers, die ist immer öffentlich einsehbar.
Wann sich der Aufpreis lohnt
Ehrliche Antwort: selten aus praktischen Gründen, häufig aus persönlichen. Im Waldboden sieht die Urne nach der Beisetzung niemand mehr. Wer eine Tonurne wählt, tut das für den Moment der Übergabe und der Beisetzung, nicht für die Zeit danach.
- Die einfache Bio-Urne reicht vollständig aus, wenn die Urne bei der Beisetzung nicht gezeigt wird oder die Familie darauf keinen Wert legt.
- Tonurne oder Holzurne lohnen, wenn die Urne bei der Trauerfeier aufgestellt oder von Angehörigen zum Baum getragen wird. Dann ist sie ein sichtbarer Teil des Abschieds.
- Bemalte oder beschriftete Urnen sind bei einigen Betreibern erlaubt, solange Farben und Materialien abbaubar sind. Für Familien mit Kindern ist das manchmal ein wichtiger Weg, Abschied zu nehmen. Wir klären das vorab.
Bei BaumFrieden und Evertree entfällt die Wahl weitgehend: Dort ist der Behälter Teil des Verfahrens und fest vorgegeben.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Nur biologisch vollständig abbaubare Urnen, etwa aus Maisstärke, Zellulose, Naturton oder unbehandeltem Holz. Metall, glasierte Keramik und lackierte Schmuckurnen sind nicht zugelassen. Die genauen Vorgaben stehen in der Satzung des jeweiligen Waldbetreibers und werden vor der Bestellung geprüft.
Das hängt vom Material und vom Boden ab. Urnen aus Maisstärke oder Zellulose lösen sich meist innerhalb von ein bis drei Jahren auf, Naturton braucht drei bis zehn Jahre, unbehandeltes Holz fünf bis fünfzehn. Rückstände bleiben in keinem Fall.
Bei vielen Waldbetreibern ja, solange Farben und Materialien biologisch abbaubar sind. Gerade für Kinder und Enkel ist das oft ein wichtiger Teil des Abschieds. Wir klären vorab mit dem Betreiber, was im konkreten Wald erlaubt ist, und besorgen geeignete Farben.
Eine einfache biologisch abbaubare Urne ist in unseren Leistungspaketen enthalten und kostet nichts extra. Eine Tonurne kostet 310 Euro, eine Holzurne 520 Euro, eine Urne der Premiumserie 645 Euro. Bei Evertree ist die spezielle Bio-Urne mit 1.200 Euro Teil des Verfahrens und nicht wählbar.
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